Dienstag, 23. Oktober 2007
Donnerstag, 5. April 2007
Handywecker vs. Junghans
Heute morgen, 5 Uhr früh. Mein Handy klingelt wie wild, ich - schlaftrunken und noch völlig kaputt vom Vortag, lehne meinen tranigen Körper über die Bettkante. Greife nach dem zuckend, schrill lärmenden Handy. "Wer zum Teufel?!". Ich nehme den Anruf an, wider Willen. Leicht säuerlich melde ich mich mit "haaallo". "Hi Johnny" entgegnet es mir. Für eine Sekunde zögere ich, mein Verstand kann der schlafgelähmten Wahrnehmung nicht ganz folgen. Es ist Lolo. "Johnny, sag mir, hast du mich gern?", träufelt mir ihre trunkene Stimme in meinen Gehörtrichter. "Du hast einen Knall, Lolo! ... Kapierst du nicht, dass ich schlafen muss - es ist ..." Ich blicke auf mein Handy, ich starre der schwarzen Wand entgegen, die meine Dachwohnung erdrückt. "Es ist 5 Uhr früh und Du weckst mich... ich arbeite 6 Tage die Woche. Es gibt noch Menschen, die haben einen Alltag, dem sie nicht entfliehen könne. Ich brauche den Schlaf!". Sie entgegnet mir mit einem beleidigten "Du bist doch selber besoffen!". Klick - ich drücke den unbekannten, unerwünschten Anrufer weg. Ich starre die Senkrechte meiner Dachschräge an. Das weißgeliebte Fachwerk drückt sich langsam durch das Dunkel. Ich wehre mich gegen diese ungewollte Adaption meiner Augen an das Licht. Das Handy klingelt erneut. Das Display zeigt sie wieder... die Unbekannte Lolo. Ich grüble darüber nach.Wohin ich meinen Wecker wohl gelegt habe? Ich höre den Wecker lachen, der noch immer still und unberührt mit ausgeklinkter Batterie in einem der 15 unausgepackten Umzugskartons ruht. Ich versuche den schrillen Lärm einzudämmen, ohne dabei dem eingestellten Alarm des Handys seine Funktion zu nehmen. Es klingelt weiter, zweimal, dreimal. Ich gebe auf. Ich glaube an meine innere Uhr, sie wird mich rechtzeitig wecken. Ohnehin ist die Ruhe dahin. 5:50 Uhr und nur noch eineinhalb Stunden, um den Tag zu retten und die Nacht zu nutzen. Ein kurzes Wegdriften lässt mich die weiteren 8 Versuche von Lolo verpassen. Meine Bettkante vibriert. Gezielt hochschnellend und das Handy ergreifend erkenne ich die 3 heilbringenden Buchstaben auf meinem Mobiltelefon - MUM. Sie will wissen ob ich denn im Sommer wieder nach New York komme. Wenn sie wüsste, wie gerne ich das würde. 15 Kartons... ach, lass es 100 sein! Doch ich finde dich, mein bester Wecker. Raus aus dem Gefängnis meines Cellphones. Ich lege die Leitung lahm, kein Durchkommen mehr für Lolo oder Neo. Ich breche jetzt mit der Matrix.
Donnerstag, 15. Februar 2007
Ober OberGay
Wer Party will muss Party sein.
Donnerstag, 25. Januar 2007
Hürden der Orthographie
Da hat mir doch wirklich jemand einen faulen Apfel in den Korb gelegt. Ich war schon immer schlecht in Deutsch, was soll's! Naja, eine 3 im Abi. Mein Lehrer hat immer verstanden, dass meine mehrsprachige Erziehung (Englisch, Straßen-Slang und Vorstadtdeutsch) eben auch seinen Tribut fordern würde. Aber ich komme jetzt mit diesem neuen Mitteilungsbedürfnis nicht mehr an diesem Thema vorbei. Als "native speaker" dachte ich, stets ausreichende Fähigkeiten in der deutschen Gegenwartssprache aufzuweisen. Doch reicht mir das nun wirklich? Offensichtlich nicht, denn jüngst hat jemand doch tatsächlich meine Texte als 'barbarisch' bezeichnet! Einen eitlen Kerl wie mich lässt das natürlich nicht kalt, also muss ich mich mit der Thematik auseinander setzen. Während sich andere Angehörige der Schreibenden Zunft über meine Anglizismen aufregen, bin ich nun am Ende der Railroad angelangt. Früher waren die Zeiten anders. Als Rapper knallst du eine Punchline nach der anderen auf den Tisch. Da ging es darum, was du gesagt hast. Die Hörer freuten sich über deine Aussage und die Ausdrucksform, in deren Rohheit gerade die Kunst lag. Jetzt lesen eben Kommazähler meinen Blog und ich will, dass auch sie meine Texte verstehen. Denn ich liebe sie. Sinnvoll schreiben, trennen, Zeichen setzen! Bisher habe ich das sinnvolle Schreiben und Trennen immer voneinander getrennt. Aber hier und heute beginnt meine persönliche Schreibreform.
Wer kann mir sagen, ob ich mit der neuen oder alten deutschen Rechtschreibung beginnen soll? Wobei - ich bin eigentlich zu eitel Euch zu fragen."
Freitag, 12. Januar 2007
Gott sei Dänk

Ich hab mir nach meinen leider etwas zu intensiven Exzessen über den Jahreswechsel hinweg neue Ziele setzen müssen. Meine alten hatte ich nach der Harnröhreninfektion dank einer Unbekannten nämlich schon am 2 Januar wieder ablegen müssen. Nunja ich habe mir "Die Losungen 2007" zugelegt. Gottes Wort für jeden Tag in 50 Sprachen. Wenn das kein Richtungsweisung seien wird was dann?
Gott hat schon lange kein Wort mehr für mich übrig gehabt. Doch jetzt möchte ich mich aufrecht zwischen alle kreischenden Menschen mischen die sich von den Trümmern des herabstürzenden Turm zu Babels erschlagen lassen. Recht lange habe ich durch mein Handeln wie Nimrod seinerzeit Gott wiedersetzen wollen. Das Fleisch ist schwach ... blabla ... gammelt und so weiter. Nachdem ich mir die "Einführung ins Christentum" von Joseph Ratzinger durchgelesen habe, 27 Jahre nach meiner angefeuchteten Einführung durch meinen protestantischen Großvater und einem katholischen Pastor in einer kümmerlichen Kirche in Locham, bin ich wieder bereit.
Wie lange kann ich gar nicht sagen aber meine Arzt meinte es könnte sich rentieren etwas frommer zu leben. Atheist sein ist meineerachtens der einfachere Weg sich seine Fehltritte schön zu reden. Da die Jugend von einer vernünftigen Ethik und moralischen Werten weit entfernt ist kann ich nur auf ein recht nettes Buch, "Das neue Testament" / Bestseller, hinweisen. Gott ist nie eine Alternative sondern der Weg den man oft und leider zu spät beschreiten möchte. Nach 12 Weißbier, zehn Schnaps, 2 Gramm Koks und einem geplatzen Kondom ist es immer leicht nach Hilfe zu schrein. Vielen neuzeitigen Missionaren fehlt es leider an der richtigen Ausdrucksweise. Ich vergehe mich nicht an keinen Geboten des Herrn wenn ich den kleinen Scheißern da draussen mal gehörig die Bibel um die Ohren haue. Die Bibel sind gute Nachrichten nur leider immer noch auf dem falschen Sender.
Sprecht eure Gebete!
euer Johnny Crank